Presseberichte
22.03.2018, 09:20 Uhr | MAZ - Dosse-Kurier 22.3.2018 / Christian Bark
Blütenpracht soll nach 2019 erhalten bleiben
Organisatoren der Landesgartenschau nahmen Bürger mit auf virtuellen Rundgang über das Laga-Gelände
Wittstock. Sie weckt Begeisterung aber auch Zweifel und Befürchtungen. Im Großen und Ganzen ist man sich in Wittstock und Umgebung darüber klar, dass die Landesgartenschau (Laga) im kommenden Jahr eine große Chance für die Dossestadt ist, sich Touristen nachhaltig präsentieren zu können. In jüngster Vergangenheit hatte es jedoch auch Fragen aus der Bevölkerung gegeben, die kritisch auf das Großereignis blicken. Um diese Fragen zu klären
hatten die Parteien CDU, FDP und Freie Wähler am Dienstagabend zum Bürgerstammtisch ins Wittstocker Rathaus geladen. „Wir sollten dazu offen ins Gespräch kommen“, sagte der CDU Landtagsabgeordnete Jan Redmann.
Zunächst aber folgte ein virtueller Rundgang über das Laga-Gelände. Der Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft, Christian Hernjokl, nahm das Publikum mit in eine zum Greifen nahe Zukunft: beginnend vom frisch sanierten Bahnhof, wo den Besucher im alten Güterboden gleich eine Blumenhalle erwartet. „Alle Zugreisenden fallen also unmittelbar ins Laga-Gelände“, sagte Christian Hernjokl. Vor der Blumenhalle solle dann gastronomisch etwas geboten werden. Vielleicht in Form eines Zugwaggons,
wie der Geschäftsführer vorschlug. Überhaupt sollen für die Gastronomen keine Lizenzgebühren anfallen, wie Hernjokl versprach. Stattdessen solle lieber auf qualitative Speisen zu bezahlbaren Preisen gesetzt werden. Im gegenüberliegenden Friedrich-Ebert-Park erwarteten den Besucher unter anderem Schaugräber, weiter in Richtung alte Bischofsburg solle der „Fontane-Garten“ angelehnt an Theodor Fontanes Gedicht „Im Garten“
entstehen, vor dem alten Bürgermeisterhaus ein Rosengarten und schräg gegenüber an der Glinze eine Feuchtwiese, wo ab diesem Jahr Weidevieh grasen soll. Überhaupt wolle man die Glinze und die wieder in ihr ursprüngliches Flussbett versetzte Dosse für die Besucher erlebbar machen.
Auch das stellte Bürgermeister Jörg Gehrmann klar, dass die Dosse renaturiert worden sei, die Maßnahme sowieso geplant gewesen wäre, wegen der Laga aber vorgezogen wurde. Mit dem Gerücht, mit der Ausrichtung der Laga würde sich die Stadt enorm verschulden, räumte der Bürgermeister insofern auf, dass besonders begleitende, ohnehin geplante Baumaßnahmen wie die Sanierung des Bahnhofs viel Geld kosten. „Die größten Kostenfaktoren sind nicht die Laga, sondern die Sanierung von Hochbauten“, betonte er. Das seien aber
nachhaltige Projekte – ähnlich wie die Laga selbst, von der auch nach 2019 noch etwas übrig bleiben soll. Zum Beispiel die flexibel aufbaubare Bühne auf dem Amtshof aber auch die Blütenpracht von einer Million Blumenzwiebeln, die Christian Hernjokl rund um das Gelände einsetzen lassen möchte. Falls die Baumaßnahmen auch Gebäude in Mitleidenschaft ziehen sollten, müssten Hausbesitzer das rechtzeitig melden, empfahl Jörg Gehrmann fragenden Anwohnern. Auch für Museumsbesucher, die nicht zur Laga wollten, werde eine Lösung gefunden. Geplant ist bisher, dass der Eintritt für die Kreismuseen „Alte Bischofsburg“ für Laga-Besucher kostenlos sein soll.
 

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