Presseberichte
06.12.2017, 09:51 Uhr | Ruppiner Anzeiger 6.12.2017 / Holger Rudolph
CDU schmeißt Schwochow raus
Kreisparteichef zufrieden mit Abschluss des Verfahrens / Designierter Bürgermeister will klagen
Rheinsberg (RA) Das CDU-Kreisparteigericht hat Rheinsbergs designierten Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) mit Wirkung vom Dienstag aus der CDU ausgeschlossen. Schwochow will gegen diese Entscheidung juristisch vorgehen. Der Ostprignitz-Ruppiner CDU Vorsitzende
Jan Redmann zeigte sich am Dienstag froh darüber, dass das Verfahren seinen Abschluss gefunden hat und dem Antrag der Partei stattgegeben
wurde. „Es ist schon einigermaßen erstaunlich, dass Herr Schwochow tatsächlich meint, gleichzeitig Mitglied und Gegner der CDU sein zu können“, so Redmann. „Ich hätte mir seinerseits frühzeitig mehr Entschlusskraft
gewünscht.“ Er betrachte die Angelegenheit damit aber für die Partei als „geklärt“. Während es in der CDU-Presseerklärung heißt, dass kein Zusammenhang zur Rheinsberger Bürgermeisterwahl bestehe, hat Schwochow, dem das Sitzungsprotokoll des Gerichtes auszugsweise vorliegt, einen anderen Eindruck gewonnen: „Hier steht ganz klar, dass auch meine Bewerbung um das Bürgermeisteramt einen erheblichen Schaden verursacht habe, weil sich die Aussichten des CDU-Kandidaten Rau verringert hätten.“ Er wolle nun alle Parteigerichts-Instanzen und im Anschluss, wenn nötig, auch die ordentlichen Gerichte bemühen, um wieder Mitglied der CDU werden zu können. Das könne zwar sehr lange dauern, doch am Ende müssten ihn die
Christdemokraten erneut aufnehmen. „Ich stehe zu den Grundwerten der Partei und werde für meine Überzeugung kämpfen“, sagte er.
Der CDU-Haussegen hängt in Rheinsberg schon weit länger schief. Bereits seit Jahren sorgte Schwochow als Stadtverordneter immer wieder für dicke Luft, indem er Raus Arbeit massiv kritisierte – zuerst als CDU-Abgeordneter, dann als Mitglied der von ihm gegründeten „Rheinsberger Union“, seit 2014 als Vertreter
von BVB/Freie Wähler. Die Mitarbeit dort stehe einer CDU Mitgliedschaft nicht entgegen, da es sich bei der Listenvereinigung um keine Partei handele, findet
Schwochow.

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