Presseberichte
05.10.2017, 13:25 Uhr | MAZ - Ruppiner Tageblatt 5.10.2017 / Reyk Grunow
Prignitz-Express: neue Prüfungen
Berliner Zentrum bleibt weit entfernt
Neuruppin. Jetzt haben es die Bahnkunden schriftlich: In den kommenden Jahren wird sich am Schienenverkehr vom Nordwesten ins Berliner Zentrum wenig verbessern. Gestern haben die beiden Länder Brandenburg und Berlin mit der Deutschen Bahn eine Rahmenvereinbarung zur Entwicklung des
Schienenverkehrs in der Region unterzeichnet. In dem Papier geht es auch um die Zukunft des Prignitz-Express’ – aber anders als es viele Menschen im Nordwesten des Landes gehofft hatten. Auch diesmal haben die Länder und die Bahn lediglich vereinbart, die Machbarkeit eines Bahnanschlusses für den RE 6 direkt ins Berliner Zentrum zu prüfen – von einem tatsächlichen Bau in
den nächsten Jahren ist keine Rede, kritisieren der CDU Landtagsabgeordnete Jan Redmann aus Wittstock und sein Neuruppiner Bundestagskollege Sebastian Steineke.
Seit rund 20 Jahren fordern Politiker in Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und der
Prignitz schon, die Bahn solle den RE 6 nach Gesundbrunnen oder wenigstens nach Tegel fahren lassen, damit das Umsteigen in Hennigsdorf entfällt. Die Länder Berlin und Brandenburg, die dafür sorgen und das bezahlen müssten, haben auch generell zugestimmt. Trotzdem schieben sie das Projekt immer
wieder vor sich her – eine Machbarkeitsstudie folgt auf die andere. Zuletzt hatte die Bahn in Aussicht gestellt, irgendwann nach 2023 bauen zu wollen. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde und Landrat Ralf Reinhardt hatten
an die Bahn appelliert, doch schneller zu bauen. Sie hatten auf ihren Brief nicht einmal eine Antwort bekommen. Die kommt jetzt in Form der neuen Vereinbarung. gru

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