Presseberichte
22.08.2017, 08:14 Uhr | MAZ - Dosse-Kurier 28.8.2017 / Christian Bark
Kampf gegen Kreisgebietsreform vorangetrieben
CDU-Politiker sprachen beim Sommerfest der Partei in Berlinchen über ihre Wahlziele
Berlinchen. Eigentlich findet das alljährliche Sommerfest des CDU-Kreisverbandes Ostprignitz-Ruppin immer in Dranse statt und für gewöhnlich tritt dann auch das Wittstocker Blasorchester zur musikalischen Unterstützung
auf. Am vergangenen Sonntag war aber alles ganz anders. Statt des
Bürgerhauses in Dranse hatte die Partei diesmal das Landhotel in Berlinchen als Veranstaltungsort gewählt. Und statt des Blasorchesters trat der Rheinsberger Arbeitergesangverein „Vorwärts“ auf. Dennoch waren die
Parteifreunde und Sympathisanten aus Dranse natürlich auch in Berlinchen mit von der Partie. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des anstehenden
Bundestagswahlkampfes, sie bildete quasi den Auftakt dafür in der Region. Dabei erinnerte der Landtagsabgeordnete Jan Redmann an den Erfolg vor vier Jahren, der auch seinem Parteifreund, dem Bundestagsabgeordneten
Sebastian Steineke, zu verdanken gewesen wäre. Der bekräftigte das diesjährige Wahlkampfmotto „Für Sie da!“ und versprach, auch weiterhin möglichst viel vor Ort zu sein. Als Beispiel nannte er seinen Einsatz für eine Tempo-30-Regulierung vor der Kita in Berlinchen. „In diesen Zeiten brauchen wir eine seriöse Politik“, sagte er mit Blick nach Nordkorea und Amerika. Die biete Kanzlerin Angela Merkel. Dazu gehöre auch, dass die CDU nichts versprechen wolle, was sie nicht halten oder gegenfinanzieren könne. Besonderes Klientel der Partei sei „die Mitte“, die es zu stärken gelte.
Ebenfalls zu den Rednern gehörte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Potsdamer Landtag, Ingo Senftleben. Er versprach, dass die Partei bei einem Wahlerfolg den Kinderfreibetrag und das Kindergeld erhöhen wolle, um die Familien im Land zu stärken. Deutliche Kritik fand er für die Verwaltungsneugliederungspläne der Landesregierung. „Wir brauchen keine Kreisgebietsreform, die unsere Landkreise zerstört“, sagte er. Sowohl Neuruppin als auch Perleberg sollten Kreisstädte bleiben. Und so warb er gemeinsam mit Jan Redmann für das Volksbegehren gegen die Reform, das seine Partei auf den Weg gebracht hätte. „Ab dem 29. August haben wir einen Monat Zeit, 80 000 Unterschriften zu sammeln“, erklärte Jan Redmann. Für die Gäste am Sonntag hatte er Anträge für Posteintragungen dabei. „Das funktioniert wie bei der Briefwahl“, so der Politiker. Das Angebot wurde rege genutzt, auch von Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann, der ebenfalls auf der Veranstaltung sprach. Dabei bekräftigte er, dass Wittstock und
Prignitz in Sachen Zuzug aus den Metropolen Hamburg und Berlin gut aufgestellt seien.

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